Beratung


In den Wogen des Alltags verlieren wir leicht mal den Blick
auf das Wunderbare und Besondere unseres Kindes.
Statt dessen sehen wir nur noch Mängel und Probleme und würden unsere Michels und Momos
mit ihren Absonderlichkeiten manchmal gerne nach Amerika schicken!
Die Kinder spüren das. Sie werden dadurch verunsichert
und machen alles nur noch schlimmer: der berühmte Teufelskreis!

Wenn dann auch noch Klagen aus der Schule kommen.....!?

Dann kann jemand hilfreich sein,
der unser Kind „von der Insel kennt“ und unseren eingeengten Blick wieder weitet.
Auch das spüren die Kinder: sie fühlen sich wieder gewürdigt, gestärkt und geliebt,
und plötzlich wissen auch wir wieder, was sie brauchen.
In diesem Sinne kann ich als Erziehungsberaterin Eltern unterstützen in ihrem eigenen
Bemühen, dass sie
-trotz aller Auffälligkeiten, Ungewöhnlichkeiten und Probleme immer wieder das
Besondere, Wertvolle und Einmalige ihres Kindes sehen und
– aus dieser Sicht individuelle Erziehungsschritte finden, die nur für sie und ihr Kind die
Richtigen sind und
– sie sich ihres Privilegs und ihrer einzigartigen Kompetenz als dem Kind am nächsten
Stehende bewußt werden und diese schulen können.

Ich halte keine allgemein gültigen Rezepte für Sie bereit.
Sie werden durch meine Anregungen selber Lösungen entwickeln.
Wir werden nicht in der Vergangenheit kramen
und nach Kausalitäten und Schuldzuweisungen suchen.
Wir werden gemeinsam Ihr Kind neu entdecken.
Nur das Kind selber kann unser Maßstab sein – nicht irgendeine Norm!


Jedes Kind hat das Recht auf seinen Weg.
Gibt es eine großartigere Aufgabe,
als einem Kind dabei behilflich zu sein,
sein ganz und gar Eigenes
zu enthüllen
und in die Welt hineinzutragen?

(Henning Köhler)

Meine Arbeitsweise:

  • Ich führe Elterngespräche grundsätzlich nur ohne die Kinder. In Gegenwart des Kindes über die Probleme zu reden, die man mit ihm hat, ist für mein Empfinden eine Entwürdigung. Deshalb gibt es auch Abendtermine.
  • Eine Erziehungsbegleitung gestaltet sich für jede Familie individuell.
  • Ich gebe kein festes Themenprogramm vor, das “Programm” entsteht sozusagen in der Arbeit an den individuellen Fragen, Problemen und Familiensituationen. Allgemeine Themen zu Erziehung und kindlicher Entwicklung werden aus dem individuell Konkreten heraus erarbeitet. Dadurch wird Erziehungsbegleitung zu einer “berufsbegleitenden” Aus- oder Fortbildung.
  • Die Häufigkeit der Termine ist sehr individuell und variabel.
  • Ich arbeite mit zeitoffenen Terminen d.h. ein Gespräch darf solange dauern, bis es in sich einigermassen abgerundet ist. Das hat sich aus der Arbeit ergeben und sehr bewährt.
  • Manche Kinder kommen über längere Zeit einzeln und ohne Eltern zu mir für jeweils 1 bis 1 ½ Stunden, wöchentlich oder 14tägig. Ich bin keine Therapeutin, aber die Stunden des freien Spiels in meiner ungeteilten Aufmerksamkeit sind für manche Kinder eine heilsame Insel.
  • Um die anderen Kinder einer Familie kennenzulernen, lade ich die Familie zu einem Spielnachmittag ein oder lasse mich mal zum Kaffeetrinken einladen, aus dem dann schnell ein Kontakt und ein gemeinsames Spiel wird.
  • Grundsätzlich mache ich aber keine Hausbesuche, weil ich die Intimsphäre einer Familie respektiere.
  • Durch die langfristige Erziehungsbegleitung entsteht Beziehung, Vertrauen und wachsende Offenheit - damit kann man besser arbeiten als mit “Einblicken” in den Familienalltag. In ruhigen Zeiten trifft man sich in grösseren Abständen, bleibt aber dran. In Krisenzeiten trifft man sich häufiger und kann anknüpfen an das schon gemeinsam Erarbeitete und das gewachsene Vertrauen.
  • Ich fahnde nicht nach Fehlern, im Gegenteil: ich will die (fast ausnahmslos vorhandenen) Schuldgefühle abbauen, indem wir gemeinsam nach Wegen in die Zukunft suchen. Eltern und Kinder dürfen nicht beschämt werden, sie brauchen Würdigung und Stärkung ihrer (vielleicht noch brachliegenden oder nur nicht bewußten) Fähigkeiten.
  • Ich habe keine “Kochrezepte” für schnelle Lösungen zur Hand. Ich versuche, den an Problemen gefangenen Blick zu lösen und zu weiten für die Gesamtpersönlichkeit des Kindes, Verständnis für seine Besonderheiten und Nöte zu finden und daheraus den Mut zu ganz eigenen Lösungswegen, zu eigener Kompetenz zu entwickeln.
  • Ich schreibe in den Gesprächen nicht mit, um meine Aufmerksamkeit ganz zur Verfügung zu haben, halte aber im Anschluß sorgfältig alles Wesentliche schriftlich fest und bereite daran das nächste Gespräch vor.
  • Ich stelle den Eltern sehr viele Fragen zum Kind, um ein Gesamtbild herauszuarbeiten. In Krisensituationen sieht man meist nur noch das Schwierige. Die vielen positiven, schönen, originellen, erfreulichen, einmaligen Eigenschaften entfallen leicht der Aufmerksamkeit – gerade an ihnen bin ich aber ganz besonders interessiert. Sie wieder in den Blick zu nehmen und zu würdigen, kann eine Krise manchmal schon auflösen.
  • Ich arbeite stark mit der Selbsterziehung der Eltern. An sich selber zu arbeiten verändert die Kinder meist mehr und nachhaltiger als an ihnen “”herumzuerziehen”.
  • Ich arbeite nicht nach einer bestimmten Methode, sondern konsequent individuell: für mich ist jeder Mensch, jedes (noch so kleine) Kind, jeder Jugendliche eine einmalige geistige Persönlichkeit, die es zu würdigen und deren schöpferisches Potenzial es zur Entfaltung zu bringen gilt. Deshalb kann “Funktionieren” für mich kein Erziehungsziel sein.